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Berichte über das Jugendparlament

"So sollten wir immer diskutieren"

Zwei Wochen nach den Debatten im Landtag fängt das Engagement bei manchen Jugendlichen erst richtig an

„Es hat sich auf alle Fälle gelohnt.“ Am liebsten würde sich Roman Krüger (16) gleich noch einmal für die Teilnahme an einem Jugendparlament bewerben. Rund zwei Wochen nach dem Praxisexkurs im Maximilianeum schwärmt der Realschüler aus Bruck noch immer von den Erfahrungen im Bayerischen Landtag. Vor allem die multi-kulturelle Zusammensetzung des Wirtschafts-Ausschusses hat ihm gefallen. Und nicht nur das. Auch inhaltlich hat Roman seine Verbündeten gefunden: „Ich habe Georgi gefragt: Glaubst Du nicht auch, dass der EU-Beitritt für manche osteuropäische Länder zu früh kam? Er hat mir zugestimmt. Das fand ich toll. Er ist schließlich Bulgare.“ Argumentationshilfen gab es von der Landtagsabgeordneten der Grünen, Christine Kamm. „Ich bin froh, dass uns die Politiker hier einen Einblick in ihre Arbeit gegeben haben. Jetzt verstehe ich die Zusammenhänge viel besser“, sagt Roman, der sich jetzt auch zu Hause intensiver mit den Nachrichten auseinandersetzen will. „Natürlich ist man jetzt sensibilisiert, besonders genau hinzuhören - vor allem, wenn es um das Thema Europa geht.“ Von den Politikern wünscht er sich grundsätzlich mehr Beachtung – nicht nur für die ausgearbeitete Resolution. „Immer geistert das Wort Partizipation durch die Medien. Vieles bleibt aber theoretisch. Richtig handeln können wir ja meist nur in Ausnahmefällen.“ Dabei hat Roman schon konkrete Ziele vor Augen. „Die Herabsetzung des Wahlalters bei der Europawahl wäre ein guter Schritt.“

Die Bedeutung der eigenen Stimme bei Wahlen hat auch Celina Höpfler (18) erkannt. Die Gymnasiastin aus Elsendorf bei Mainburg hat sich vor der letzten Bundestagswahl umfassend mit den Parteien auseinandergesetzt. Vom Jugendparlament fühlt sie sich stark inspiriert. „In unserem Ausschuss für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik haben wir wirklich intensiv diskutiert. Das war eine völlig neue Erfahrung. In der Schule erreichen wir dieses Niveau jedenfalls so gut wie nie.“ Auch wenn Celina in den nächsten Jahren Psychologie studieren will, den Streit um eine bessere Politik möchte sie in Zukunft nicht mehr missen. Beim Thema Chancengleichheit hatte sie bis zuletzt mit ihrer Ausschuss-Kollegin Sarah um prägnante Formulierungen in der Resolution gerungen. „Was wir vor allem brauchen, ist die Chancengleichheit zwischen den einzelnen Mitgliedsländern in der EU“, sagt Celina, „es macht keinen Sinn, ständig nur über die Unterschiede zwischen Männern und Frauen zu reden. Hier sind wir auf einem guten Weg. Der Konflikt ist doch inzwischen so gut wie gelöst.“
Aufklärungsarbeit sieht sie dagegen noch im eigenen Freundeskreis. „So mancher versteht einfach nicht, dass er selbst etwas bewegen kann, dass es wirklich auf den einzelnen ankommt.“ Das gelte vor allem für Berufsschüler. „Die erfahren manchmal einfach gar nicht, was alles so möglich ist“, sagt Celina. Deshalb sei es wichtig, diese Zielgruppe nicht aus den Augen zu verlieren. Warum sollten nicht auch sie nach so einer Veranstaltung mal sagen: „Es hat sich auf alle Fälle gelohnt.“

Marco Heuer

 

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